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Pfarrei Alterswil

Alterswil: Patron und Kirche

Kirche

1148 wird Alterswil als „villa de Alterihcwilere“ in einem Schutzbrief Papst Eugens III. an das Kluniazenserpriorat Rüeggisberg erstmals urkundlich erwähnt.

Das Verzeichnis der Kirchen und Klöster der Diözese Lausanne des Cono von Estavayer erwähnt 1288 für Alterswil ein Gotteshaus, das dem hl. Nikolaus geweiht ist.

Nach dem Erwerb eines Teils der Güter von Rüeggisberg im 15. Jh. durch die Stadt Freiburg gehört Alterswil zur Pfarrei Tafers.

1726 erhält Alterswil mit Johannes Weber einen eigenen Kaplan,
1754 wird die renovierte und vergrösserte Kapelle eingeweiht.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entsteht das Bedürfnis und die Notwendigkeit, eine neue, grössere Kirche zu bauen. Ein erster Anlauf scheitert.

Am 27. Oktober 1870 wird Niklaus Roggo aus Düdingen Kaplan in Alterswil. Er wird 1894 nach der Erhebung von Alterswil zur Pfarrei auch ihr erster Pfarrer. Zusammen mit dem Piusverein ist er die treibende Kraft hinter dem Kirchenbau.

Der aus Deutschland stammende Architekt Johann Müller wird mit der Planung des neugotischen Gotteshauses und der Führung des Baus beauftragt.

Am 15. Juli 1872 beginnen die Bauarbeiten. Ein Teil der alten Kirche dient während der Bauzeit als Notkirche, da die neue Kirche um die alte herum gebaut wird, 1874 wird als letztes der Turm vollendet und die Kirche kann für Gottesdienste genutzt werden.

Eingeweiht wird die Kirche erst am 7. November 1878 durch Bischof Stephan Marilley (Bischof 1846 – 1879) und zwar zusammen mit dem neuerbauten Schulhaus (heute Gemeindeverwaltung).
Hochaltar, Seitenaltäre und Kanzel sind ein Werk der Altarbauer Franz und August Müller aus Will SG. Das übrige Mobiliar wie Kirchenbänke, Chorgestühl und Beichtstühle verfertigt der einheimische Schreiner und Zimmermann Josef Jenny von Zumstein.

Mit dem Bau der Kirche ersetzen die Alterswiler ihr Harmonium durch ein kleine Orgel.1894 erfolgt der Einbau einer Kuhn-Orgel, der 1922 eine Goll-Orgel nachfolgt.

Nach der umfassenden Kirchenrenovation von 1977 baut man in zwei Etappen (1982 und 1989) die bestehende Mathis-Orgel ein.

Der Zürcher Glasmaler Johann Josef Röttinger gestaltet 1875 die Kirchenfenster.

Das Geläut übernimmt man von der alten Kapelle und ersetzt es1902 auf Anregung von Pfarrer Viktor Schwaller. Dabei wird die älteste Glocke des Sensebezirks, die Wetterglocke von 1481 (510 kg) nicht wie die andern drei Glocken eingeschmolzen, sondern in das neue Geläut integriert. Die vier neuen Glocken (Dreifaltigkeit, 2100kg – Muttergottes 1243 kg – Nikolaus 545 kg – Josef 255 kg)) werden in der Glockengiesserei Rüetschi in Aarau gegossen.


1905 schafft man bei der Firma Baer in Sumiswald die jetzige Turmuhr an.

1922 werden Wandmalereien über den Fenstern und hinter den Altären angebracht. Einzig die Verkündigungsszene über dem Hochaltar wird nach der Kirchenrenovation von 1977 belassen.
Die Kirche von Alterswil zeigt sich in ihrer ursprünglichen Form und Ausstattung fast unverändert, sie ist Zeugnis der regen Bautätigkeit nach dem Kulturkampf von 1870, die im Kanton Freiburg innerhalb von 50 Jahren zu zahlreichen Kirchenneubauten geführt hat.

Patron

Patron der Pfarrei und der Kirche ist der hl. Nikolaus von Myra. Auf dem Wappen der Pfarrei Alterswil erkennen wir die Attribute des Heiligen: das Evangelienbuch mit den drei goldenen Kugeln und dahinter den Bischofsstab.

Drei Darstellungen des Patrons finden sich in der Pfarrkirche: auf dem Hochaltarbild Nikolaus als Bischof mit Stab und Mitra; an der linken Chorwand das Hochaltarbild der alten Kirche, nämlich Nikolaus als byzantinischer Bischof; im Kirchenschiff ein Gemälde mit Nikolaus, dem Retter aus Seenot.

Nebst dem 6. Dezember feierte Alterswil bis ins 19. Jahrhundert seinen Patron jeweils auch am 9. Mai, dem Gedenktag der Translatio (Überführung) des Heiligen aus Myra (heute Türkei) nach dem italienischen Bari.

Die Pfarrei Alterswil finden Sie auf www.pfarrei-alterswil.ch
 

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